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KGG-Fortbildung (Krankengymnastik am Gerät): Voraussetzungen, Kosten, Nutzen
Die KGG-Fortbildung kostet laut veröffentlichten Kursausschreibungen (Stand August 2026) rund 420 bis 560 Euro und ist damit die günstigste Zulassungserweiterung in der Physiotherapie. Sie berechtigt zur Abrechnung der Position Krankengymnastik am Gerät nach der Heilmittelrichtlinie. Dabei betreut ein Therapeut bis zu drei Patienten parallel, jeden mit eigenem Trainingsplan. Beim FPZ Halle übernimmt die Praxis die Kursgebühr vollständig, eingesetzt wird die Qualifikation an über 40 Großgeräten.
- Herausgegeben von: Redaktion FPZ Rückentherapie Halle · Therapeutisches Team
- Aktualisiert am
- 5 Minuten Lesezeit
- € 420
- günstigste Zulassungserweiterung
- bis 560 Euro, laut Kursausschreibungen
- 3
- Patienten höchstens parallel
- als Einzelbehandlung, jeder mit eigenem Trainingsplan
- 40+
- Großgeräte, an denen bei uns eingesetzt wird
- auf der Trainingsfläche im Ritterhaus
Quelle: Veröffentlichte Kursausschreibungen, Stand August 2026; FPZ Halle, eigene Angaben.
Warum diese Fortbildung eine Sonderstellung hat
Krankengymnastik am Gerät ist die Position, mit der aus Physiotherapie Training wird. Sie ist in der Heilmittelrichtlinie als parallele Einzelbehandlung von bis zu drei Patientinnen und Patienten definiert: Jeder hat einen eigenen Plan, betreut werden alle gleichzeitig von einer Therapeutin oder einem Therapeuten.
Die Praxis erreicht damit eine höhere Auslastung je Therapeutenstunde. Für Sie bedeutet es einen anderen Arbeitsmodus als die Einzelbehandlung auf der Liege, mit mehr Anleitung, mehr Verlaufskontrolle und weniger Handkontakt.
Kosten und Aufwand
Mit rund 420 Euro ist die KGG-Fortbildung die günstigste Zulassungserweiterung in der Physiotherapie. Zum Vergleich:
| Fortbildung | Umfang | Kosten |
|---|---|---|
| Krankengymnastik am Gerät | Kurs | 420-560 € |
| Manuelle Lymphdrainage | 170 UE | 1.475-1.575 € |
| Bobath Grundkurs Erwachsene | 150 UE, 3 × 5 Tage | 1.750-1.950 € |
| Manuelle Therapie | 260 UE | 3.500-6.500 € |
Wer beim Arbeitgeber über ein Fortbildungsbudget verhandelt, sollte hier anfangen. Die Zustimmung fällt bei 420 Euro leichter als bei 5.000 - und die erweiterte Abrechnungsmöglichkeit ist ein Argument für den nächsten Schritt.
Was Sie danach brauchen - und was die Praxis braucht
Das Zertifikat allein reicht nicht. Für die Abrechnung muss die Praxis die räumlichen und gerätetechnischen Anforderungen erfüllen, die in den Zulassungsempfehlungen für Heilmittelerbringer festgelegt sind. Ohne die entsprechenden Geräte läuft die Position nicht.
Das ist ein Punkt für das Bewerbungsgespräch: Gibt es hier eine KGG-Zulassung, und mit welchen Geräten wird gearbeitet? Ein Zertifikat, das nicht eingesetzt wird, verliert seinen Wert - und Sie verlieren die Routine.
Wo die Qualifikation gebraucht wird
KGG ist die Eintrittskarte in drei Arbeitsfelder:
- Medizinische Trainingstherapie - gesteuertes Training mit Verlaufskontrolle
- Rückenzentren - gerätegestützte Aufbauprogramme über zwölf bis 14 Wochen
- Erweiterte Ambulante Physiotherapie nach Operationen, in der Trainingsanteile fest vorgesehen sind
In all diesen Feldern ist die Behandlungseinheit länger als in der klassischen Krankengymnastik, und die Arbeit ist stärker an Messwerten ausgerichtet.
So ist es beim FPZ Halle
Die Kosten für Krankengymnastik am Gerät übernimmt das FPZ Halle vollständig, dazu kommen 5 Fortbildungstage im Jahr. Auf der Fläche stehen über 40 spezialisierte Großgeräte und über 15 Messsysteme mit mehr als 40 Messparametern; außerhalb der Behandlungszeiten sind sie kostenfrei nutzbar.
Eine Behandlung dauert bis zu 60 Minuten, und auf der Trainingsfläche betreut ein Therapeut höchstens drei Personen gleichzeitig - genau der Rahmen, den die KGG-Definition vorsieht. Die FPZ Rückentherapie, ein gerätegestütztes Aufbauprogramm auf Basis einer computergestützten Wirbelsäulenanalyse, umfasst typischerweise 24 Einheiten über zwölf bis 14 Wochen. Mehr zur Stelle steht unter Physiotherapeut in Halle.
Häufige Fragen dazu
Was kostet die KGG-Fortbildung?
Rund 420 bis 560 Euro. Damit ist sie deutlich günstiger als andere Zertifikatspositionen: Manuelle Lymphdrainage liegt bei rund 1.475 bis 1.575 Euro, ein Bobath-Grundkurs bei rund 1.750 bis 1.950 Euro, Manuelle Therapie bei 3.500 bis 6.500 Euro.
Was darf man mit der KGG-Zulassung abrechnen?
Die Position Krankengymnastik am Gerät nach der Heilmittelrichtlinie. Sie ist als parallele Einzelbehandlung von bis zu drei Patientinnen und Patienten definiert - der Therapeut betreut also mehrere gleichzeitig, aber jeden mit eigenem Trainingsplan.
Welche Voraussetzungen gelten für die KGG-Fortbildung?
Die staatliche Anerkennung als Physiotherapeutin oder Physiotherapeut. Für die Abrechnung braucht die Praxis zusätzlich eine räumliche und gerätetechnische Ausstattung, die den Anforderungen der Zulassungsempfehlungen entspricht - ohne die passenden Geräte nützt das Zertifikat nichts.
Lohnt sich die KGG-Fortbildung?
Für die meisten ja, weil das Verhältnis von Kosten zu Einsatzmöglichkeiten günstig ist. Der Kurs kostet rund 420 bis 560 Euro. Sie ist außerdem Voraussetzung für die Arbeit in Einrichtungen mit medizinischer Trainingstherapie und in Rückenzentren.
Kann ich die KGG-Fortbildung beim FPZ Halle machen?
Ja, das FPZ Halle übernimmt die Kosten für die Fortbildung Krankengymnastik am Gerät vollständig, sie ist in den Stellenanzeigen ausdrücklich genannt. Auf der Fläche stehen über 40 spezialisierte Großgeräte, an denen die Qualifikation direkt eingesetzt wird.
Brauche ich eine KGG-Fortbildung, um am Gerät zu arbeiten?
Ja, um Krankengymnastik am Gerät mit der Krankenkasse abzurechnen, brauchen Sie das KGG-Zertifikat. Zusätzlich muss die Praxis die räumlichen und gerätetechnischen Anforderungen der Zulassungsempfehlungen erfüllen. Die Fortbildung kostet rund 420 bis 560 Euro und öffnet den Weg in Medizinische Trainingstherapie, Rückenzentren und die Erweiterte Ambulante Physiotherapie.