Ratgeber · Gelenke
Physiotherapie nach Knie-OP in Halle (Saale)
Nach einer Knie-OP, etwa einer Knie-TEP, einer Kreuzband- oder Meniskusoperation, behandelt das FPZ Rückentherapie Halle in der Leipziger Straße 90-92 auf ärztliche Verordnung mit Krankengymnastik, Manueller Therapie, Manueller Lymphdrainage und Krankengymnastik am Gerät (KGG), die 60 Minuten dauert. Je Verordnung sind laut Heilmittelkatalog des G-BA für Erkrankungen der Extremitäten bis zu sechs Einheiten möglich, die orientierende Behandlungsmenge liegt bei 18 Einheiten. Für Privatversicherte, Beihilfeberechtigte und Versicherte von Bundeswehr, Feuerwehr und Polizei bietet das FPZ Halle zusätzlich die Erweiterte Ambulante Physiotherapie (EAP) an. Wann und wie stark Sie belasten dürfen, legt das Operationsteam fest.
- Verfasst von: Conrad Zimmermann · Geschäftsführer FPZ Rückentherapie Halle
- Aktualisiert am
- 6 Minuten Lesezeit
- 6
- Einheiten je Verordnung
- Höchstmenge für Erkrankungen der Extremitäten
- 18
- orientierende Behandlungsmenge
- mit Begründung auch mehr
- 60 Min
- Krankengymnastik am Gerät im FPZ Halle
- je Einheit
Quelle: Heilmittelkatalog zur Heilmittel-Richtlinie des G-BA (Stand 01.01.2021); FPZ Halle, eigene Angaben.
Was nach der Operation verordnet wird
Nach einer Operation am Knie - einem künstlichen Kniegelenk (Knie-TEP), einer Kreuzbandplastik, einer Meniskusoperation oder einer Kniespiegelung - geht es zuerst um Beweglichkeit, Schwellung und Gangbild, danach um Kraft und Belastbarkeit. Welche Heilmittel dafür auf das Rezept kommen, entscheidet die verordnende Praxis. Typisch sind:
- Krankengymnastik (KG), Regelbehandlungszeit 15 bis 25 Minuten
- Manuelle Therapie (MT), wenn die Gelenkbeweglichkeit eingeschränkt ist
- Manuelle Lymphdrainage (MLD), wenn die Schwellung im Vordergrund steht
- Krankengymnastik am Gerät (KGG), wenn Kraft aufgebaut werden soll - sie dauert 60 Minuten und darf nur von Praxen mit eigener Zulassung und Geräteausstattung abgegeben werden
Das Krankenhaus kann im Entlassmanagement die erste Verordnung ausstellen. Dann gelten kurze Fristen: Beginn innerhalb von sieben Tagen nach der Entlassung, Abschluss innerhalb von zwölf Tagen. Danach verordnet die Haus- oder Facharztpraxis weiter.
Wie viele Einheiten aufs Rezept passen
Grundlage ist der Heilmittelkatalog zur Heilmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Für Erkrankungen der Extremitäten (Diagnosegruppe EX) stehen dort bis zu sechs Einheiten je Verordnung und eine orientierende Behandlungsmenge von 18 Einheiten je Behandlungsfall. Orientierend heißt: Mit medizinischer Begründung darf die Praxis mehr verordnen. Wer nach einer Knie-OP zweimal pro Woche kommt, ist mit 18 Einheiten rechnerisch neun Wochen in Behandlung.
Eine reguläre Verordnung muss innerhalb von 28 Kalendertagen nach dem Ausstellungsdatum begonnen werden, bei dringlichem Behandlungsbedarf innerhalb von 14 Tagen. Wird die Behandlung länger als 14 Kalendertage ohne Begründung unterbrochen, verliert die Verordnung ihre Gültigkeit - nach einer Operation lohnt es sich deshalb, die Termine vor dem Start zu planen.
Wo die EAP passt
Die Erweiterte Ambulante Physiotherapie (EAP) bündelt Krankengymnastik, physikalische Therapie und medizinische Trainingstherapie an einem Behandlungstag. Nach der Handlungsanleitung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung dauert ein Behandlungstag mindestens 120 Minuten. Für Beihilfeberechtigte nennt das Bundesverwaltungsamt als Anlässe unter anderem Knie-Endoprothesen mit Bewegungseinschränkung oder muskulärem Defizit und Kniebandrupturen. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt die EAP im Regelfall nicht. Wann sie der passende Weg ist und wann eine Reha, steht im Beitrag EAP oder Reha.
Was wir am Anfang wissen müssen
Bringen Sie zum ersten Termin den OP-Bericht und das Nachbehandlungsschema der Klinik mit. Dort steht, ab wann und wie stark Sie das Bein belasten dürfen und welche Bewegungsgrenzen gelten. Daran richtet sich die Behandlung, nicht an einem festen Programm. Bei Fragen zum Verlauf stimmen sich Therapeutinnen und Therapeuten mit der verordnenden Praxis ab.
So ist es beim FPZ Halle
- Ort: Leipziger Straße 90-92 in Halle (Saale), Ritterhaus, 3. Etage mit Aufzug TH3. Im Ritterhaus gibt es eine Tiefgarage.
- Leistungen auf Verordnung: KG, MT, MLD, KGG und physikalische Anwendungen.
- KGG: 60 Minuten je Einheit an über 40 spezialisierten Großgeräten, ein Therapeut betreut auf der Trainingsfläche höchstens drei Personen gleichzeitig.
- EAP: für Privatversicherte, Beihilfeberechtigte und Versicherte von Bundeswehr, Feuerwehr und Polizei, nach einem Arbeitsunfall im Einzelfall auch für die Berufsgenossenschaft. Im Haus arbeitet ein Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin.
- Zeiten: Montag bis Freitag von 07:00 bis 21:00 Uhr nach Terminabsprache. Schicken Sie Ihr Rezept vorab über den Rezeptservice, dann suchen wir die Termine passend zu Ihrer Frist.
- Aus dem Umland: Aus Merseburg sind es mit dem RE16 rund 23 Minuten bis ins Ritterhaus, die Wege aus dem Saalekreis stehen auf der Seite Physiotherapie für Merseburg, Leuna und den Saalekreis.
Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beratung. Belastung, Bewegungsgrenzen und Dauer der Nachbehandlung legt das Operationsteam bzw. die verordnende Praxis fest.
Häufige Fragen dazu
Welche Physiotherapie nach einer Knie-OP gibt es in Halle (Saale)?
Im FPZ Rückentherapie Halle, Leipziger Straße 90-92, auf ärztliche Verordnung: Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Manuelle Lymphdrainage und Krankengymnastik am Gerät mit 60 Minuten je Einheit, dazu physikalische Anwendungen. Für Privatversicherte, Beihilfeberechtigte und Versicherte von Bundeswehr, Feuerwehr und Polizei kommt die Erweiterte Ambulante Physiotherapie in Frage, eine EAP der Berufsgenossenschaft nach einem Arbeitsunfall im Einzelfall. Geöffnet ist Montag bis Freitag von 07:00 bis 21:00 Uhr.
Wie lange dauert Physiotherapie nach einer Knie-OP?
Das hängt von der Operation und vom Verlauf ab und wird ärztlich entschieden. Als Rahmen nennt der Heilmittelkatalog für Erkrankungen der Extremitäten bis zu sechs Einheiten je Verordnung und eine orientierende Behandlungsmenge von 18 Einheiten. Bei zwei Terminen pro Woche sind 18 Einheiten rechnerisch neun Wochen. Die orientierende Menge ist keine Obergrenze: Mit Begründung darf mehr verordnet werden.
Wie viel Physiotherapie bekomme ich nach einer Knie-TEP?
Nach dem Krankenhaus folgt bei einer Knie-TEP häufig zuerst eine Rehabilitation, danach ambulante Physiotherapie auf Verordnung. Je Verordnung sind bis zu sechs Einheiten möglich, die orientierende Behandlungsmenge liegt bei 18. Wie viele Verordnungen es werden, entscheidet die verordnende Praxis nach dem Befund.
Ab wann beginnt Physiotherapie nach einer Kreuzband- oder Meniskus-OP?
Den Zeitpunkt und die erlaubte Belastung legt das Operationsteam im Nachbehandlungsschema fest, und daran richten wir die Behandlung aus. Bringen Sie den OP-Bericht und das Nachbehandlungsschema zum ersten Termin mit. Ist die Physiotherapie im Entlassmanagement des Krankenhauses verordnet, muss sie innerhalb von sieben Tagen nach der Entlassung beginnen und innerhalb von zwölf Tagen abgeschlossen sein.
Wer verordnet Physiotherapie nach der Knie-OP?
Das Krankenhaus im Entlassmanagement, danach die Hausarzt- oder Facharztpraxis. Eine Facharztpflicht besteht nicht. Eine reguläre Verordnung muss innerhalb von 28 Kalendertagen nach dem Ausstellungsdatum begonnen werden, bei dringlichem Behandlungsbedarf innerhalb von 14 Tagen.
Was kostet Physiotherapie nach der Knie-OP?
Gesetzlich Versicherte ab 18 Jahren zahlen 10 Prozent der Kosten des Heilmittels und 10 Euro je Verordnung zu, Kinder und Jugendliche nichts. Die EAP zahlt die gesetzliche Krankenkasse im Regelfall nicht, sondern private Krankenversicherung, Beihilfe, Heilfürsorge oder nach einem Arbeitsunfall die Unfallversicherung.
Hilft Training vor einer Knie-OP?
Steht ein Gelenkersatz an, kann Aufbautraining der Muskulatur um das Knie vorher sinnvoll sein, damit Sie danach von einem höheren Kraftniveau starten. Ob und wie, klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Bei Kniearthrose ohne geplante Operation bietet das FPZ Halle die FPZ Knietherapie an, ein Programm über zwölf Wochen.